Mittwoch, 7. April 2010

Nicht verpassen!

Erst kürzlich habe ich herzlich darüber gelacht, dass eine mittelmäßige, große deutsche Biermarke allen Ernstes damit warb, "Öko-Test Sehr Gut" zu haben. Wenn deutsches Bier nicht öko ist, was bitte dann (zum Thema "Öko-Test" empfehle ich übrigens den Spiegel Nr. 11/2010). Aber man sollte nicht vergessen, dass sie einem anderswo alles mögliche unterjubeln können, und damit meine ich nicht korsisches Bier aus Kastanien sondern Chemikalien. Deshalb freue ich mich, dass es hier ein Reinheitsgebot gibt und bereite mich gewissenhaft auch auf den Tag des deutschen Bieres vor. Prost, Gemeinde!

Dienstag, 6. April 2010

Noch 31 Tage

     
Sonnenschein, 12 Grad und windstill - was will der Läufer mehr. Er zieht sich nach der Arbeit seine Laufschuhe an und dreht seine Runde(n). 10 km nur heute (weil's morgen wieder schönes Wetter gibt). Kurze Laufhose war OK, nur das T-Shirt eher nicht...

Ohrstöpsel:

Therapy? "Troublegum" (1994) (nur 1. Hälfte)
Frank Black & The Catholics "-" (1998)

   

Sonntag, 4. April 2010

Noch 33 Tage

     
Muskelkater in den Beinen und wenig Lust auf körperliche Aktivitäten. Bewölkt, 12 Grad plus, windstill. 7 km. Danach wenigstens besser gefühlt als vorher.

Ohrstöpsel:

ohne

Freitag, 2. April 2010

Noch 35 Tage

   
Kurz nach dem Aufstehen hatte ich heute überhaupt keine Lust, einen langen Lauf zu machen. Doch der Wettermann versprach den besten Tag des bevorstehenden langen Wochenendes und das muss man nutzen. Also gings nach dem verdauten Frühstück ab in den Wald. Die Sonne schien bei 6 Grad plus, kein Wind.

Quasi als Nachlese zum gestrigen Abend habe ich mir den mp3-Player mit zwei Brant Bjork Alben bestückt. Die eigneten sich auch wirklich ganz gut für lange Distanzen. Wenn man das selbe Tempo hat wie des Wüstenrockers Groove, dann kann man sich damit regelrecht in Trance laufen. Nach 20 min wurde ich allerdings bereits aus meiner Versenkung geholt. Da meldete sich nämlich das linke Knie zurück. Nicht allzu schlimm aber spürbar. Vor allem bergab. Nach einer Weile war's wieder gut (ist auch sehr abhängig, auf was man sich so konzentriert beim Laufen), bis ich nach 60 min dann in beiden Knien ein Ziehen hatte. Laufen ging noch und so bin ich auch ganz gut über 25 km gekommen. Dann wurde es aber spannend. Harte Waden, Ziehen in den Kniekehlen und etwas Seitenstechen auch. Na so was! Zum Glück war ich da schon auf dem Rückweg und nach 27 km ließ ich es für heute erst einmal gut sein. Man soll nicht übertreiben.

Zu Hause habe ich mich sofort in die vollgefüllte Wanne gelegt - herrlich! Danach trinken, essen, trinken und anschließend für gefühlte 15 Stunden ins Bett. Ich wollte eigentlich gar nicht mehr aufstehen. Irgendwie gings dann doch und so sitze ich hier und freue mich auf meinen nächsten langen Lauf ;-)

Ohrstöpsel:

Brant Bjork "Punk Rock Guilt" (2008) (2 Durchläufe)
Brant Bjork and The Bros "Somera Sól" (2006)
Payola "TOD Motor Motel" (2003)

 

Freaks Of Nature in Dresden

   


Brant Bjork hat mal wieder eine neue Platte draußen und dazu gibt es  - alte Schule - eine Tournee. An die dreißig Termine in Europa hat er auf der Liste, von Trondheim bis Barcelona. Gestern abend war Dresden an der Reihe.

Das letzte Konzert vor anderthalb Jahren fand in der Groovestation statt, die damals ausverkauft war. Dieses Mal hatte man gleich die Scheune gebucht und das war sehr gut. Höhere Bühne und - das sage ich selten - ein phantastischer Sound. Angekündigt waren drei Bands. Als ich gegen 21.15 Uhr eintraf, spielten bereits "My Sleeping Karma" aus Aschaffenburg. Musikalisch ähnlich gelagert wie der Hauptact aber ich glaube, ganz ohne Gesang. Sicher bin ich mir nicht, da ich ein Bekannten getroffen hatte, den ich selten sehe, und da gab es viel zu erzählen. Aber der Gesamteindruck war mehr als nur ordentlich.

Ich dachte ja, es kommt noch ein weiterer Support doch plötzlich stand Brant Bjork auf der Bühne und los gings. Hinter dem Drumset saß wieder Alfredo Hernandez, doch Brants Sidekicks waren diesmal andere als noch bei der letzten Tour. Vormalsbassist Dylan Roche musste sicher krankheitsbedingt aufgeben  und Oberslacker Cortez waren vielleicht die neuen Songs zu schnell, wer weiß. Das spielte aber ehrlich gesagt auch überhaupt keine große Rolle, denn Master of the Ceremony ist Brant Bjork. Ich finde das sehr beeindruckend, mit so wenigen (und auch relativ einfachen) musikalischen Mitteln eine derartige Aura aufzubauen. Aber wahrscheinlich ist das ganze Geheimnis nur Authentizität. Brant Bjork ist so wie er rüberkommt, das Relikt eines Musikers aus den Siebziger Jahren (obwohl selbst erst '73 geboren) mit dem Nimbus  eines Guerillakämpfers und der Stimme von Phil Lynott und Jimi Hendrix. Da wirkt nichts aufgesetzt sondern das ist alles echt. Na gut, ein bisschen Pose wird dabei sein. Die neuen alten Orange Amps links und rechts vom Schlagzeug sehen schon sehr vintage und cool aus. Musikalisch gabs indes wenig Neues. Das aktuelle Material reiht sich nahtlos an das bisherige Schaffen an. Doch Innovationen erwartet von BB auch nicht wirklich jemand. Mir hat's jedenfalls sehr gefallen, ich werde versuchen, beim nächsten Mal wieder dabei zu sein.

Sehr schöne Fotos von gestern abend stehen auch schon im Internet und zwar hier...